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Pastoralraum Muri AG und Umgebung

Editorial

«Frucht bringen in Geduld» (Lk 8,15)

Eine Frage, die viele Eheleute umtreibt, mich selbst auch: «Wie können wir sinnvoll wirken, fruchtbar sein in unserem Umfeld?»

In der Bibel ist «Fruchtbarkeit» ein wichtiges Thema, nicht nur, aber besonders auch für Eheleute. Das erste Gebot, das Gott den Menschen gibt, lautet: «Seid fruchtbar» (Gen 1,28). In der Schöpfungserzählung meint dies für Mensch und Tier zunächst einmal Nachkommenschaft, für uns Menschen, gerade auch in der Ehe, geht es aber weit darüber hinaus.

Fruchtbar sein ist für Jesus zentral. Etwa im Gleichnis vom Sämann, in dem es darum geht, wieviel Frucht der Same hervorbringt. Die Frucht ist sodann für ihn auch ein Hinweis darauf, wie «gut» oder «schlecht» es in einem Menschen aussieht: «An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.» Schliesslich macht Jesus deutlich, dass es ohne ihn nicht geht: «Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so auch ihr, wenn ihr nicht in mir bleibt.» (Joh 15,4)

Fruchtbarkeit in der Ehe meint wechselseitige Bereicherung und Stärkung, aber auch das Zeugnis gegenseitiger Treue. Die Beziehung Gottes zu seinem Volk wird oft als Ehe veranschaulicht, und die Abkehr des Volkes mit dem Bild des Ehebruchs. Christliche Eheleute können und sollen darum auch in die Gesellschaft und in die Kirche hinein wirken, auch in der Pfarrei vor Ort, wo sie anderen Paaren, Singles und Suchenden Zeugnis geben und sich im Leben der Gemeinschaft engagieren. Ein konkretes Beispiel:
Die Redensart «Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf» trifft auch auf die Kirche zu: Ein Kind im Glauben zu erziehen, in die lebendige Beziehung mit Jesus Christus einzuladen, braucht eine ganze Pfarrei. Zumal: Als «Brüder und Schwestern in Christus» sind wir als Kirche eine Familie! Jede und Jeder trägt also Verantwortung dafür, dass sich Kinder in unseren Pfarreien wohl und willkommen fühlen. Dies nicht nur, aber besonders auch in unseren Gottesdiensten, insbesondere in der Feier der Eucharistie, die laut dem Zweiten Vatikanischen Konzil «Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens» ist.

Gerade Eheleute, deren Kinder vielleicht schon aus dem Haus sind, können hier mit ihrer Erfahrung und Geduld fruchtbar sein, wenn sie mithelfen, dass die jüngste Generation in der Kirche ein Zuhause findet und in Gott die Quelle ihres christlichen Lebens und Heils erkennt – gerade auch im Gottesdienst. Dies kann geschehen durch Engagement in Kinder- und Familiengottesdiensten oder beim Zämesi danach, oder in der schlichten sichtbaren Freude über das junge Leben, das sich manchmal bemerkbar macht. Schließlich im Ermutigen und Unterstützen der Eltern, die diese große Anstrengung auf sich nehmen, weil es ihnen ein Herzensanliegen ist, dass ihre Kinder aus der Quelle schöpfen und die kirchliche Gemeinschaft als ihre eigene, als Familie der Kinder Gottes, erfahren.

Als Familienvater möchte ich für die guten Früchte, für jedes stärkende Wort und jedes Lächeln in Richtung der Kinder und ihrer Eltern, einmal sagen: Danke!

Andreas Biermann


Einblicke in die Zukunft des Pastoralraumes

In den letzten Monaten wurden viele Themen abgeschlossen und gleichzeitig auch angestossen, damit der neue Weg auch beschritten werden kann.
Julius Dsouza nimmt nun seine Rolle als Leitender Priester und damit die Position Leitung ad interim an. Im kommenden Jahr wird sich der Pastoralraum Muri AG und Umgebung
fokussiert dem Blick in die Zukunft widmen.

Pastoralteam

Bewusst wurde aus dem Seelsorgeteam ein Pastoralteam aufgebaut. Denn es ist das Zusammenspiel ganz unterschiedlicher Bereiche notwendig, damit eine gemeinsame Struktur
wachsen kann. Auch wenn sich Teile der Gruppe gesondert zusammensetzen, um die eigenen Schwerpunkte wie z.B. Seelsorge oder Katechese sinnvoll weiterzuentwickeln, so ist
das Pastoralteam dazu gedacht, alles wieder miteinander zu bündeln, um eine wertvolle Arbeit leisten zu können.
So ist auch der Grundgedanke entstanden, die sechs Pfarreien in Verantwortungsbereiche aufzuteilen. Hierzu wurden den sechs Pfarreien jeweils Julius Dzousa oder Jessica Zemp
zugeordnet und bilden zusammen mit einem weiteren Mitglied des Pastoralteams ein Tandem, welches sich vor Ort bei den Pfarreien mit den Bedürfnissen auseinandersetzt.

Verantwortungsaufteilung in den Pfarreien

Pfarrei Beinwil:
Jessica Zemp und Steven Lardelli

Pfarrei Aristau:
Julius Dsouza und Irena Bobas

Pfarrei Merenschwand:
Julius Dsouza und Andreas Biermann

Pfarrei Boswil:
Jessica Zemp und Biju Scaria

Pfarrei Bünzen:
Jessica Zemp und Barbara Rey

Pfarrei Muri:
Julius Dsouza unter Einbezug des Pastoralteams je nach Themenschwerpunkt.

Nächste Gottesdienste
Datum Uhrzeit Ort Titel
Mi., 30. September 2026 10:00 Uhr Muri Anbetungsstunde
Mi., 30. September 2026 10:30 Uhr Muri, pflegimuri, Raum Gerold Katholischer Gottesdienst
Mi., 30. September 2026 17:00 Uhr Beinwil (Freiamt) Rosenkranz
Do., 01. Oktober 2026 09:00 Uhr Beinwil (Freiamt) Eucharistiefeier (J. Dsouza) Im Ans…
Do., 01. Oktober 2026 10:30 Uhr Muri, pflegimuri, Dachsaal Katholischer Gottesdienst
Do., 01. Oktober 2026 17:00 Uhr Boswil Rosenkranz